TW 2018 - KAFKASIA - projekttheater

Aufführungen

28.April 17:00
29.April 17:00

TANZWOCHE Dresden

Musik: Alberto Iglesias
Bronislav Roznos
Bühnenbild/Kostüm/Regie/Choreografie: Bronislav Roznos
Tereza Lepoldová-Vejsadová
Tanz/Performance: Olaf Straube
Maximilian Gäbler
Bronislav Roznos
Míla Vašíčková
Milan Zeman
Tereza Lepoldová-Vejsadová
Fotos: Martin Netocný

inklusives Tanztheater über Kafka

projekttheater dresden


"Ich schreibe abends, in der Nacht. Gäbe es nicht diese schrecklichen und grauenvollen Nächte, ich würde überhaupt nicht schreiben. Das Licht lenkt die Aufmerksamkeit ab. Vielleicht lenkt es auch vom dunklen Inneren ab."

Kafka schien weniger ein Dichter, als ein Richter des inneren Menschen zu sein.

„Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg. Was wir Weg nennen, ist Zögern. Mein Leben ist das Zögern vor der Geburt. Vielleicht war meine Jugend zu kurz.“

Die Reinheit, mit der Kafka die Kunst betrachtete, zeigt sich in dem Halbsatz in seinem Tagebuch:„das Schreiben, als eine Form des Gebets.“ Er verlangte nicht wenig vom Leben, eher zu viel, nämlich das Vollkommene – auch in der Liebe, nur das Vollkommene oder gar nichts. Sein ganzes Wesen war Sehnsucht nach Reinheit. Seine Sprache ist glasklar und doch ziehen Träume dahin, Visionen von unermesslicher Tiefe. Man blickt hinein und ist gebannt von Schönheit und Eigenart. Liest man ein paar Sätze von Kafka, so empfindet die Zunge, der Atem, eine nie zuvor erlebte Süße. Das ist Vollendung – die Vollendung schlechthin, jene Vollkommenheit der reinen Form. Es ist das neue Lächeln, das Kafkas Werk auszeichnet, ein Lächeln in der Nähe der letzten Dinge, ein metaphysisches Lächeln gleichsam.

Er sprach auch oft sinnend vom Tod. Einmal sagte er:„Wer das Leben begriffen hat, hat keine Angst vorm Sterben. Todesangst ist nur das Ergebnis eines nicht erfüllten Lebens, sie ist ein Ausdruck der Untreue. Die Wahrheit ist immer ein Abgrund, der Mensch ist nicht zum Sterben verurteilt, sondern zum Leben. Ich kämpfe den aussichtslosesten Kampf, den es gibt: gegen mich selbst.“

Inspiriert von Franz Kafka betreten wir einen reinen, fast heiligen Ort. Hier ist alles um uns herum glasklar, jedoch surreal. Mann und Wesen kreiern hier gemeinsam die fantastische Ausstellung von Traumbildern, die sich im Wandel vermischen und immer neu entstehen. Alles ist hier neu. Das Unscheinbare dominiert plötzlich und Kraft wirkt schwach. Es ist die mystisch-traumhafte Kafkasia.

Preise und Karten

VVK 13€ / 8€ AK-Zuschlag: 2€
Leider keine weiteren Termine geplant