HEIMATABEND - Ein Tauchversuch


Aufführungen

21.Dezember 20:00
22.Dezember 20:00

Spielbrett

Regie: Ulrich Schwarz
Dramaturgie: Marion Fischer, Steffen Roye und Ulrich Schwarz
Szenenmontage: Spielbrett
Musikalisches Arrangement: Jens Grunert, Frank Rottscholl
Regieassistenz: Sarah Schlootz
Ausstattung: Spielbrett
Choreografie: Sandra von Holn

Großer Dank für die hilfreiche Unterstützung geht an: Saskia Sachunsky

Es spielen:
Gretel: Claudia Leutemann | Britta Mattauch
Hänsel: David Burkhardt | Stefan Leithold
Wolf: Matz Hofmann | Andreas Brusinsky
Hase: Jens Grunert | Frank Rottscholl
Großmutter: Luisa Sonntag | Dorothee Ebert-Bientz
Rotkäppchen: Jana Hering | Melanie Wälisch

Geschichte macht dick

„Es war einmal“, sagt die Großmutter, „und ist es noch.“

„Geschichte macht dick!“,meint der Wolf, als Hänsel und Gretel mal Schwarz-Rot-Gold probieren wollen.

Und während Rotkäppchen bereits die dritte (oder vierte?) Revolution anzettelt, füllt sich der Hase den Humpen: „Prost, Heimat!“

Zu erleben sind sechs Märchenfiguren, die sich am roten Faden der deutschen Geschichte entlang hangeln, um zu begreifen, was das eigentlich ist: Deutschsein.

Mit einer Collage deutschsprachiger Autoren schlägt Spielbrett eine Brücke vom Entstehungsjahr von Schwarz-Rot-Gold, 1848, bis ins Heute. Dafür hat Regisseur Ulrich Schwarz Texte, Gedichte, Lieder und Szenen zum Thema „Was ist deutsch?“ ausgegraben. So chronologisch wie nötig und so kontrovers wie möglich graben sich die sechs deutschesten aller Märchenfiguren, Rotkäppchen, der
böse Wolf, die Großmutter, Hänsel und Gretel und der Hase mit Leichtigkeit und Witz durch die deutsche Geschichte.
____________________________

Pressestimmen

„[…] Trotz kabarettistischer Ausflüge wird es dabei jedoch nie klamaukig. […] Auch der Einbau von Märchenfiguren funktioniert. Rotkäppchen mutiert zwischendrin zur Ur-Mutter der Kernenergie, Dornröschen wird nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten hochnotpeinlich befragt, ob sie denn nichts von all den Verbrechen mitbekommen habe. Ihre Antwort, geschlafen zu haben, ist – bei ihr entwaffnend naiv, weil märchenhaft wahr
– eine Allegorie auf die schamlose Dreistigkeit derer, die vor 70 Jahren auch schon nichts gewusst haben wollten. […] Ganz nebenbei wurde aber auch eine Deutung der jüngsten Versammlungen und Äußerungen, die sich vor allem im Osten und gerade hier in Dresden gegen Flüchtlinge richten, vorgebracht, die Beachtung verdient: der Heimatverlust vieler Beteiligter vor 25 Jahren. Nachdenkenswert.”
(Dresdner Neueste Nachrichten, Februar 2016)

“[…] Die Theatergruppe Spielbrett demonstriert mit dieser Inszenierung eindrücklich, wie schwer wir uns als Deutsche tun, Deutsche zu sein. Und auch, dass wir es sind, die entscheiden, ob dieses Land ein Sommer-oder Wintermärchen ist. […]” (DRESDNER Kulturmagazin, Februar 2016)

Preise und Karten

VVK 8€ / 5€ AK-Zuschlag: 2€