Panisches
NotTheater
"Nathan zu dritt"
Preisträger
der Heidelberger Theatertage 2009
| Drei
Schauspieler im Überzeugungskampflabor werfen sich in die Situationen des
Nathan-Stückes und verausgaben sich in permanenter Auseinandersetzung. Am Ende ihrer Kraft laden sie sich an Lessings Unruhe wie an einer Batterie auf und provozieren, ständig ihre Figuren wechselnd, den nächsten Kampf. Befand sich Lessings alter Ego "Nathan" nicht in permanenter Auseinandersetzung mit der Unvernunft? Hatte man ihm nicht einen Maulkorb umgebunden? Würde uns Lessing, wenn er wiederkehrte, nicht den Kampf ansagen, wenn er feststellen müsste, dass man ihn als einen Virtuosen der Toleranz auf dem Sockel bürgerlichen Gutmenschentums der Langeweile preisgibt? |
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Kranken wir nicht gerade heute am Versagen vor dem hohen Anspruch der
Aufklärung mit ihrer Aufforderung zum Mut, sich des eigenen Verstandes
zu bedienen - oder, wie es im Nathan heißt:
"Der Aberglaub´, in dem wir aufgewachsen, / Verliert, auch wenn wir ihn erkennen, darum / Doch seine Macht nicht über uns. - Es sind / Nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten". Spiel: Christina Kraft | Thomas Kressmann | Utz Pannike Regie: Carsten Ludwig Bühne: Odette Lacasa Produktion: Panisches NOt-Theater 2009 |
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