#WOD - GEDENKEN ABSCHAFFEN. - Aktionswoche Forum 13. Februar

Aufführungen

04.Februar 20:00

Dresden Nazifrei

Eine Veranstaltung von Dresden Nazifrei

Autor_innenkollektiv Dissonanz (Hg.)

Positionen zum „Gedenken und Erinnern“:

"Das Bündnis „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ hat sich im Dezember 2009 gegründet, um Europas größten Naziaufmarsch zu verhindern, der alljährlich anlässlich der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 stattfindet.

Seit Mitte der 1990er Jahre versuchen die Nazis die Bombardierung Dresdens durch Verfälschung und Leugnung der historischen Tatsachen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an bestehende Mythen und die Gedenkkultur anzuknüpfen.

Wir werden nicht akzeptieren, dass die Nazis die Geschichte verdrehen und die eigentlichen Opfer des Nationalsozialismus verhöhnen. Wir lehnen jede Leugnung und Relativierung der deutschen Schuld an Vernichtungskrieg und Holocaust ab. Unser Ziel ist, die Dresdner Gedenkkultur nachhaltig zu verändern, damit dem Naziaufmarsch der Boden entzogen wird.

Die verschiedenen Organisationen unseres breiten Bündnisses vertreten unterschiedliche Positionen, wie ein den Grundsätzen von Antifaschismus, Antimilitarismus und Demokratie verpflichtetes Gedenken und Erinnern in Dresden im Einzelnen stattfinden soll. Wir haben die Diskussion innerhalb des Bündnisses „Nazifrei! – Dresden stellt sich quer“ dokumentiert. Trotz unterschiedlicher Sichtweisen und Perspektiven wollen wir zeigen, dass eine solidarische Diskussion zu diesem Thema möglich ist."

Gedenken abschaffen. Kritik am Diskurs zur Bombardierung Dresdens 1945.


Dresden, imaginiert als die schöne, unschuldige Kunst- und Kulturstadt, ist das deutsche Opfernarrativ schlechthin – unnötig bombardiert, kurz vor Ende des Krieges mit »Hunderttausenden Toten«. Die alliierten Luftangriffe vom 13. bis 15. Februar 1945 bilden einen festen Bezugspunkt der Erinnerung und des Gedenkens in Dresden. Durch die Jahrzehnte war die Stadt Kulminationspunkt und Ausdruck jeweils aktueller Geschichtspolitik. Sie präsentiert sich als Symbol für Frieden und Versöhnung und inzwischen sogar für wahrhaftiges Erinnern gegen eschichtsrevisionistische Nazis. Nicht zuletzt aufgrund des jährlichen Naziaufmarsches werden nun Mythen hinterfragt, Fakten erforscht und die nationalsozialistische Geschichte Dresdens benannt. Aber reicht das?

Muss nicht vielmehr das Gedenken selbst abgeschafft werden? Dieser Band sagt: ja!

Die hier versammelten Texte geben einen Überblick über Inhalte und Entwicklungen des Dresdner Gedenkens und liefern eine grundlegende Kritik an diesem sowie an aktueller deutscher Erinnerungspolitik.

Mit Beiträgen von Mathias Berek, Henning Fischer, Claudia Jerzak, Antonia Schmid, Swen Steinberg, Gunnar Schubert, Andrea Hübler, Antifa Recherche Team, Philipp Kurz, Sophie Abbe, René Haase, Heike Ehrlich/Kathrin Krahl, Radiokollektiv Volume Mascara Murmansk, Gruppe Keine Versöhnung mit Deutschland, venceremos, LeA.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Forum 13. Februar und der "Initiative Weltoffenes Dresden" #WOD statt.

Die Initiative Weltoffenes Dresden steht Schirmherrschaft von Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

Die Aktionswoche wird unterstützt von FRITZ-KOLA.

Preise und Karten

VVK 8€ / 5€ AK-Zuschlag: 0€
Leider keine weiteren Termine geplant